04. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Vorankündigung: Matthias Loibner in Lana bei Lanalive · Kategorien: Allgemein

Terminankündigung: am 16. Mai 2014 tritt der virtuose Drehleierspieler Matthias Loibner im Rahmen von Lanalive in Lana auf.

 

LoibnerDer „Jimi Hendrix der Drehleier“, wie Matthias Loibner gerne aufgrund seiner expressiven Spielweise genannt wird, zählt auf seinem Instrument ohne Zweifel zu einem der weltweit herausragendsten Persönlichkeiten dieser Zeit und vermag es wie kaum ein anderer, das ursprünglich in der Volksmusik des 18. Jahrhunderts verortete Instrument einer Reihe von unterschiedlichen Musikstilen derart harmonisch zuzuführen, als wäre es von je her ein fixer Bestandteil derer. Dabei trägt er maßgeblich dazu bei, ein fast in Vergessenheit geratenes Instrument wieder publik zu machen, was ihm nicht hoch genug anzurechnen ist. Wer also Lust und Laune hat seinem auditiven System mal etwas gänzlich Neues zu präsentieren, sollte eines der nächsten Konzerte von Matthias Loibner auf keinen Fall verpassen! (http://www.musicaustria.at/magazin/weltmusik/interviews-portraets/portraet-matthias-loibner)

Hurdy Gurdy, unter diesem witzig anmutenden englischen Begriff versteht man im Deutschen die heutzutage eher selten anzutreffende Drehleier oder auch Radleier. Bei dem zur Gruppe der Borduninstrumente gehörende Streichinstrument werden die Melodiesaiten mittels eines Rades angestrichen, das wiederum mit einer Kurbel angetrieben wird. Je nachdem wie abrupt das Rad in Drehung versetzt wird, können als zusätzliche Nuance rhythmische Schnarrlaute mittels eines Schnarrsteges erzeugt werden. Zusätzlich produzieren die so genannten Bordunsaiten einen mitklingenden Halteton ähnlich dem bei einer Sackpfeife.

Die Drehleier  ist in historischen Texten ab dem zehnten Jahrhundert belegt, erfährt jedoch erst im 18. Jahrhundert in Frankreich besonderen Aufschwung, als innerhalb kürzester Zeit vergleichsweise viele kammermusikalische Werke für Drehleier komponiert wurden. Außerdem findet das Instrument Einzug in die höfische Musik und durchläuft zahlreiche technische Neuerungen, die bis heute Bestand haben. Paradoxer Weise ist die Drehleier durch die Wiederentdeckung im Zuge der Folk-Renaissance in den 1970er Jahren vermutlich zu einer größeren Verbreitung gelangt, als zu deren „Hochblüte“ vor 300 Jahren.
(http://www.musicaustria.at/magazin/weltmusik/interviews-portraets/portraet-matthias-loibner)

 

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